Monatsarchiv für Dezember 2013

Schwingfeuer Nebelgerät aus Surplus Material

Donnerstag, den 26. Dezember 2013

Schon vor längerer Zeit hatte ich mir eine Eberpächer Schwingfeuerheizung aus BW-Bestand zu Sammlerzwecken

besorgt und bis vor kurzen stand der Hobel nur im Weg bis ich durch eine Patentrecherche zum Thema

“Schwingfeuer” auf die andere Anwendungsmöglichkeit als Nebelgerät stieß.

In Überlingen gibt es eine Firma die ähnliche Schwingfeuernebelgeräte nach wie vor baut und vertreibt, allerdings

fangen die Preise für kleine Geräte bei 1.500 an und ähnlich Große wie folgend vorgestellt liegen im mittleren

vierstelligen Bereich.

Mit solchen Geräten hat man schon in den 40er Jahren Motorenöl vernebelt um Insekten zu bekämpfen.

Na wenn der Volumenstrom an heißem Abgas ausreicht um Möl zu vernebeln, dann sollte Rapsöl-Wasser-Emulsion

ja kein Problem sein. Ein Stück 4 mm Kupferbiegerohr am Ende verkrimpt und kurz vorher ein 1 mm Loch

reingeboht und schon wurde das einfach mal so getestet.

So ohne Schalldämpfer ist das natürlich Hardcore, ein sonoriges Brummen bei 90 Hz und 120+ Dezibel. Abhilfe

schaffte ein Saugrohr (NSN: 2540-12-140-2559) aus der Bucht. Die dienten ursprünglich dazu große luftgekühlte

Motoren von LKWs im Winter auf Temperatur zu bekommen, eignen sich aber nach einem kleinen Umbau

hervorragend als Schalldämpfer und Heißluftummantelung des Nebelstrahls und es wird damit auch einer vorzeitigen

Kondensation im Schalldämpfer entgegengewirkt.

Mit dem Schalldämpfer ist das Schwinfeuer wesentlich erträglicher. So nun muss nur noch das Nebelrohr in den

Schalldämpfer. Ist ein bisschen fummelig, aber man bekommt das hin.

Die Kupferverbindung hab ich hartgelötet und nun noch ein Druckbehälter, ein Benzintank aus meiner Sammlung

aber eine Gartenspritze wird es wohl auch tun. Mein Nachbar will mir eine Ledermanschette anfertigen für die

Holderspritze Rückenspritze.

Den Druckbehälter habe ich mit einem platinvernetzten Silikonschlauch verbunden, die sind bis 220°C

temp.-beständig. Druck ist so um die 1-1,5 bar.

Damit kann ich jetzt endlich meine Bio-Obstbäume mit einer zugelassenen und vom Landwirtschaftsministerium

empfohlenen Winterspritzung beglücken. Was ich so gelesen habe soll man im Frühjahr an frostfreien und trockenen

Tagen spritzen und zwar kurz bevor die Knospen an den Bäumen aufbrechen.
Früher hat man dazu ja noch Parafinöl benutzt, aber heute wird ausdrücklich Rapsöl empfohlen da es dafür keine

MAK-Werte gibt. Eben Bio.

Würde man die Komponenten aktuell in der Bucht beschaffen, wäre man mit unter 200 Währungseinheiten dabei.

Für andere Anwendungen wie z.B. Feuerwehrübungen nimmt man Disco - Nebelfluid welches man mit einem

Schuss Flüssigrauch anreichert um den Brandgeruch zu simulieren

Wünsche Frohe Weihnachten

Peter