Archiv der Kategorie ‘Technik‘

Roda Rocky 2 und 3

Samstag, den 13. September 2014

Habe gerade eine Seite zu dem Thema Roda Rocky angefügt.

Schwingfeuer Nebelgerät aus Surplus Material

Donnerstag, den 26. Dezember 2013

Schon vor längerer Zeit hatte ich mir eine Eberpächer Schwingfeuerheizung aus BW-Bestand zu Sammlerzwecken

besorgt und bis vor kurzen stand der Hobel nur im Weg bis ich durch eine Patentrecherche zum Thema

“Schwingfeuer” auf die andere Anwendungsmöglichkeit als Nebelgerät stieß.

In Überlingen gibt es eine Firma die ähnliche Schwingfeuernebelgeräte nach wie vor baut und vertreibt, allerdings

fangen die Preise für kleine Geräte bei 1.500 an und ähnlich Große wie folgend vorgestellt liegen im mittleren

vierstelligen Bereich.

Mit solchen Geräten hat man schon in den 40er Jahren Motorenöl vernebelt um Insekten zu bekämpfen.

Na wenn der Volumenstrom an heißem Abgas ausreicht um Möl zu vernebeln, dann sollte Rapsöl-Wasser-Emulsion

ja kein Problem sein. Ein Stück 4 mm Kupferbiegerohr am Ende verkrimpt und kurz vorher ein 1 mm Loch

reingeboht und schon wurde das einfach mal so getestet.

So ohne Schalldämpfer ist das natürlich Hardcore, ein sonoriges Brummen bei 90 Hz und 120+ Dezibel. Abhilfe

schaffte ein Saugrohr (NSN: 2540-12-140-2559) aus der Bucht. Die dienten ursprünglich dazu große luftgekühlte

Motoren von LKWs im Winter auf Temperatur zu bekommen, eignen sich aber nach einem kleinen Umbau

hervorragend als Schalldämpfer und Heißluftummantelung des Nebelstrahls und es wird damit auch einer vorzeitigen

Kondensation im Schalldämpfer entgegengewirkt.

Mit dem Schalldämpfer ist das Schwinfeuer wesentlich erträglicher. So nun muss nur noch das Nebelrohr in den

Schalldämpfer. Ist ein bisschen fummelig, aber man bekommt das hin.

Die Kupferverbindung hab ich hartgelötet und nun noch ein Druckbehälter, ein Benzintank aus meiner Sammlung

aber eine Gartenspritze wird es wohl auch tun. Mein Nachbar will mir eine Ledermanschette anfertigen für die

Holderspritze Rückenspritze.

Den Druckbehälter habe ich mit einem platinvernetzten Silikonschlauch verbunden, die sind bis 220°C

temp.-beständig. Druck ist so um die 1-1,5 bar.

Damit kann ich jetzt endlich meine Bio-Obstbäume mit einer zugelassenen und vom Landwirtschaftsministerium

empfohlenen Winterspritzung beglücken. Was ich so gelesen habe soll man im Frühjahr an frostfreien und trockenen

Tagen spritzen und zwar kurz bevor die Knospen an den Bäumen aufbrechen.
Früher hat man dazu ja noch Parafinöl benutzt, aber heute wird ausdrücklich Rapsöl empfohlen da es dafür keine

MAK-Werte gibt. Eben Bio.

Würde man die Komponenten aktuell in der Bucht beschaffen, wäre man mit unter 200 Währungseinheiten dabei.

Für andere Anwendungen wie z.B. Feuerwehrübungen nimmt man Disco - Nebelfluid welches man mit einem

Schuss Flüssigrauch anreichert um den Brandgeruch zu simulieren

Wünsche Frohe Weihnachten

Peter

Moccadur VEB DDR Kaffeemaschine entelekrifiziert - Coffeemaker modified to external Heat

Dienstag, den 12. Februar 2013

Angeregt durch eine Diskussion über einen neuen Perkolator hatte ich mich bei Wiki umgeschaut und bin auf die Moccadur aufmerksam geworden.

Optisch sehr ansprechende Kaffeemaschinen, aber die Elektrik ist von Anno dazumal (1950) und als Schalter fungiert der Stecker. Allerdings das widerum Gute daran ist, dass das Heizelement samt Fuss und Kabelanschluss nur mit einer Schraube gehalten wird. Ganz genau ist ein ca. 5 cm langes Stück Gewindestange unten an den Kessel gelötet und daran wird der Fuss mit 2 Muttern gehalten.

Das war Ruckzuck demontiert und die Gewindestange abgekniffen und schon hatte ich eine Netzunabhängige Kaffeemaschine die sich sehr schön mit einem Spirituskocher betreiben lässt.

Erstmal Wasser in den Kessel, auf den Kocher und schauen was passiert…

Das ist ein Blick von Oben ohne Deckel und Filtereinsatz, Wasser und Dampf pulsieren auf Höhe des Filtereinsatzes.

Mit gefüllten Filtereinsatz sieht man den frisch gebrühten Kaffee aus dem Filter laufen. Ein Genuss vorm ersten Schluck.

Schon kann man lecker Kaffee zapfen.

So sieht der Boden des Kessels aus, in der Mitte erkennt man den abgekniffenen Rest der Gewindestange.

Mein Nachbar Lothar, der ja von seiner Hebelespressomaschine verwöhnt ist meinte “den Kaffee kann man ja sogar trinken”. Aber nicht nur Kaffee kann man darin zubereiten, sondern Tee funktioniert auch ganz gut.

Dazu wird der Filtereinsatz einfach mit ein paar Teebeuteln bestück oder der Wunschtee mit einem Melitta Tassenfilter Nr.1. Filterpapier gab es zu DDR Zeiten in 100 mm Durchmesser mit 9 mm Loch in der Mitte. Wie mir ein Forumskollege verriet müssten Melitta-Filter der Größe Nr.1 mit 95 mm Durchmesser wohl auch passen. Ich hab mir einfach mit einem Dichtungskreisschneider welche aus normalen Tüten ausgeschnitten und ein Loch in die Mitte gestanzt. Toll, pro Tüte bekommt man 2 Filter :-)

http://www.youtube.com/watch?v=aKSzcDzhQGQ

Meine Bilder sind derzeit auf Verdacht geschossen (Displayschaden), aber bei dem Youtube-Link sieht man mehr und auch die Funktion wird genau erklärt.

Das elektrische Heizelement hat einen Leistung von 500-600 Watt, dementsprechend klein stellt man die Flamme des Kochers. Bei meinem Spirituskocher reicht etwa ein Drittel bis die Hälfte der möglichen Heizleistung. Gibt man mehr Power löst nur unnötig das Überdruckventil im Kesselverschluss aus, aber dann weiß man wenigstens dass es funktioniert.

Eine Feuerhand 260 Superflam aus Frankreich mit massiven Kupfertank

Sonntag, den 30. Dezember 2012

Beim letzten Treffen haben mich die Sammlerfreunde mit den großen Feuerhänden ein bisschen angefixt und wie es so geht fanden sich auch schnell ein paar günstige Lampen in augenscheinlich gammeligen Zustand.

Die 260er sah auf dem Angebotsbild aus, als hätte sie wer mit Farbe angemalt. Startpreis war XX € und ich der einzigste Bieter. Das Porto war viel zu hoch und der Verkäufer hat da noch einmal mit XX € zugelangt. Natürlich Zahlung mit Cheque, sprich XX € in den Brief und hoffen dass das klappt.


Gestern kam dann die Weihnachtsüberraschung an und beim Auspacken fing ich dann doch etwas an zu stutzen. Hatte mich mental auf eine “verkupfte” eingestellt wie sie im Feuerhandkatalog von 1935 abgebildet ist.

Nur diese fühlte sich anders an und Klang auch eigenartig. Also erstmal ganz vorsichtig mit Kupferpolitur für Braukessel dran und ein bisschen in den einschlägigen Foren geschaut und gefragt ob es die auch mit massiven Kupfertank gab?

“Massiv Kupfer? Halt doch mal einen Magneten dran.” kam da als Antwort.

Der Magnet will da einfach nicht dran haften!

Verkupferte Versionen sind bekannt, aber mit dieser Lampe bin ich momentan recht Einsam. Da kann ich nur hoffen dass sich weitere Informationen über die Verwendung von Kupferblech bei Feuerhand-Tanks finden.

Bad Salzufler Siedesalz aus Gustav Horstmann Sprudel (Tiefbohrung II v. 1929/30 mit 12% Salzgehalt)

Samstag, den 24. November 2012

Eine Idee nimmt Gestalt an. Seit einiger Zeit stöber ich in unserer Stadtgeschichte herum und fand in mehreren wissenschaftlichen Büchern aus den 30er Jahren Hinweise auf eine Salzproduktion bis Ende WKII. Die Salzproduktion musst notgedrungen eingestellt werden, da die Siedebecken als Schrott 1945 nach England zwecks Deindustrialisierung transportiert wurden. Seit dem gab es nur noch den Kur und Badebetrieb, bis Jetzt.

Als Kochersammler verfügt man ja über die notwendigen Gerätschaften und was liegt da näher, als sie für diesen Zweck einzusetzen. Nun musste erstmal Sole her. Hab viele Leute gefragt aber so recht wusste Niemand etwas. Dann hab ich einfach mal beim Staatsbad nachgefragt und zu meiner Verwunderung rief mich der Leiter vom Vitalzentrum zurück und teilte mir mit wo ich die Sole abholen konnte. Ich bekam Gustav-Horstmann-Sprudel mit 12% Salzgehalt aus 1023 m Tiefe.

Hier ein geologischer Längsschnitt durch das Salzetal in Bad Salzuflen von 1933.

Geologischer Längsschnitt durch das Salzetal in Bad Salzuflen von 1933

Hier die Solezentrale im Vitalzentrum.

Solezentrale Bad Salzuflen

Da Hinten wo der gelbe Schlauch hängt kann die Sole entnommen werden sagte der Techniker.

Solezentrale Bad Salzuflen

Und schon steht mein blaues Fass drunter.

Fass voll Sole

Nach dem Abkühlen sieht die Sole schon recht trüb aus und der Eisengehalt lässt sich nicht Leugnen. Könnte man vielleicht filtern, aber ich möchte unverfälschtes natürliches Siedesalz ohne irgendwelche Zusätze.  Also kommt die Sole so in die Siedepfanne.

Siedepfanne (noch kalt)

Nach einiger Zeit auf dem Kocher siedet die Sole schon ganz ordentlich und es sind schon weitere zwei Kannen verdampft.

Siedende Sole

Die Pfanne wird nur von einer Seite beheizt, es entsteht eine Drehbewegung der Sole in der Pfanne und Salzkristalle fallen auf der kühleren Seite links aus.

Salzkristalle fallen aus

Immer mehr Salz fällt aus der Lösung aus und setzt sich am Boden ab, man kann es zusammen schieben und in einen Topf für die anschließende Trocknung abschöpfen.

Salz abschöpfen

Zum Schluß wird das gewonnene Salz mit Heißluft getrocknet.

Trocknen mit Heißluft

Das gewonnene Bad Salzufler Siedesalz hat einen vollen salzigen und mineralschen Geschmack und ist nicht nur zum Baden sondern auch für die regionale Küche hervorragend geeignet.

Munitionsfund WWI

Montag, den 23. Juli 2012

Heut morgen war ich einen alten Teppich entsorgen, kaum auf den Hof vom Entsorger gefahren spürte ich so ein Kribbeln und es zog mich gleich zur Schrottmulde. Total abgesoffene kaputte Handy, ein paar Fahrradteile, nichts Lohnenswertes.

Also erstmal meinen Teppich ausgeladen und noch ein Blick in die Schrottmulde.  Auf der einen Hälfte war sie Leer und 5 cm hoch mit Wasser befüllt, aber da schimmerte was durch. Beherzt zugegriffen und ich hatte zwei wunderschöne Kriegserinnerungen aus dem ersten Weltkrieg in der Hand.

Rein zum Entsorger ins Büro und die beiden Teile auf den Tisch gestellt mit der Bemerkung “die nehm ich gleich mit!”. Es kam die schüchterne Frage “sind die scharf?” und ich “nein nur Deko, Du brauchst nicht den Kampfmittelräumdienst verständigen”. 5€ Spende für die Kaffeekasse und sie gehörten mir und Er war froh die Dinger vom Hof zu haben.

Einmal “Verdun” und eine “Champagne 1918″ Kaliber 37 x 85 Maschinengewehr.

37 mm Steel Shell Mark I. Die Engländer haben Deutschland 200 dieser schnellfeuernden Maschinengewehre zur Luftabwehr verkauft gehabt. Bei Wiki wird man in England auch gleich fündig was die Technik angeht.

Und auch der Zünder wird genau gezeigt.

So sah das dann aus wenn auf Giftgas abwerfende Doppeldecker angelegt wurde.

Hintergrundinformationen zur Schlacht in der Champagne 1918 finden sich hier:

 http://www.stahlgewitter.com/weltkrieg/1918_soissons_reims.htm

Ein wirklich schöner Fund, die Woche fängt wirklich prima an :-)

Big Brother is watching …?

Donnerstag, den 24. Mai 2012

Ist schon interessant was man so alles für Typen auf dem Moschee-Parkplatz antrifft, wenn man seinen Hund Gassi führt.

Kaum hatten Sie meine Cam entdeckt, wurde eiligst der schwarze Koffer mit den beiden Antennen im Boden und das daneben liegende Handfunkgerät (verm.FuG11/13) eingepackt und das Weite gesucht.

Plattfuss bei Funkaufklärung

Und hier nochmal der Koffer mit den Antennen im Boden, wofür braucht man denn sowas? Ist das so ein Gerät mit dem man eine Handyfunkzelle simuliert um Handys von Zielpersonen mithören zu können?

Funktechnik im schwarzen Koffer

Silvesterbastelei

Samstag, den 31. Dezember 2011

Holder ED2 mit Pflug und Wagen

Freitag, den 12. August 2011

Konnte mal wieder nicht bei Ebay widerstehen und musste mir einen langgehegten Wunsch erfüllen.

Reiskocher, nicht Reisschüssel

Freitag, den 6. Mai 2011

Reiskocher nicht Reisschüssel, Heute hatte ich das kurze Vergnügen in einem Reiskocher mitzufahren. Das war der absolute Wahnsinn, 0 auf Hundert in 3,5 Sek. und beim Hochschalten drehen die Räder bis zum 4 Gang durch. 511 PS bei 2 Bar Ladedruck, 600 Nm bei 1300 Kg GG. Warum hab ich nicht in meinem Benz so ein Maschinchen?